Zürcher Journalistenpreis 2002

Die Jury unter dem Vorzsitz von Andreas Isenschmid zeichnete fünf Arbeiten aus. Darunter befand sich erstmals der Preis der Kategorie «Alltag/Kleine Form». Ebenfalls erstmals wurde ein Preis für ein Lebenswerk vergeben.

Die glanzvolle Preisverleihung fand wiederum im Theater an der Sihl statt. Auf der Bühne genossen nicht nur die PreisträgerInnen die volle Aufmerksamkeit des zahlreich aufmarschierten Publikums. Der Ehrengast, der deutsche Politiker und Publizist Daniel Cohn-Bendit, fühlte sich in der Limmatstadt sichtlich wohl und gab in einer temperamentvollen Rede Auskunft über seine Sicht der Medien. Rund 180 prominente Gäste aus der Medienwelt, Politik und Wirtschaft folgten seinen Ausführungen. Anschliessend genossen die Besucherinnen und Besucher den Apero mit warmen und kalten Häppchen und tauschten bis spät in die Nacht Branchenklatsch aus.

Die fünf ausgezeichneten Arbeiten hat die Jury aus insgesamt 178 Einsendungen ausgewählt:

  • Jürg Ramspeck
    6000.- Preis für das Lebenswerk
  • Jürg Rohrer: Aufpassen beim Einsteigen
    6000.- Preis für Alltag/Kleine Form
    Tages-Anzeiger vom 28. Dezember 2001
  • Arthur Rutishauser: Swissair-Serie
    5000.- SonntagsZeitung 28. Januar bis 30. September 2001
  • Patrick Landolt, Stephan Ramming, Anna Schindler, Georg Seesslen: Serie zum geplanten Flick-Museum
    5000.- WoZ vom 8. März bis 5. April 2002
  • Ursula von Arx: Das zweite Leben
    4000.- NZZ-Folio vom Dezember 2002
  • Peter Ackermann: Spurlos verschwunden
    4000.- annabelle vom 15. Oktober 2002

Premiere von zwei Sonderpreisen
Die Jury richtete dieses Jahr erstmals einen Preis für das Lebenswerk aus. «Seine Texte brillieren auch nach Hunderten von Artikeln und über 2000 Kolumnen mit makelloser Eleganz und Frische», begründete Margrit Sprecher in ihrer Laudatio den Entscheid der Jury.

All jenen Kollegen eine Chance zu geben, die ihre Texte vor allem aus dem Tagesgeschehen heraus schreiben, war das Ziel des Alltagspreises. Jürg Rohrer, beständiger und kritischer Beobachter und Kommentator des öffentlichen Verkehrs in der Stadt Zürich erhielt ihn für seine Geschichte der Zürcher Tramlinien. Er beschrieb darin gemäss Laudatorin Barbara Bürer «das, was wir täglich benützen und wovon wir wenig wissen.» (nyf)