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Preisverleihung 2012 - die Berichte

Beiträge aus Tages-Anzeiger, NZZ, Landbote und Mediendiensten über die Preisverleihung vom 23. Mai 2012.

Tages-Anzeiger

«Gejammer über Presse-Qualität ist fehl am Platz»

Von Edgar Schuler
Der Präsident des Zürcher Journalistenpreises zeichnete gestern auch den «Tages-Anzeiger» aus.

Winterthur – Andrea Masüger, Geschäftsleiter der Südostschweiz Medien und Stiftungsratspräsident des Zürcher Journalistenpreises, ist zufrieden: «Es wurden viele und viele sehr gute Arbeiten eingereicht», sagte er gestern im Casinotheater Winterthur an der Preisverleihung. Das «allgemeine Gejammer über die schwindende journalistische Qualität» könnten weder die Jury noch der Stiftungsrat nachvollziehen. «Nach wie vor wird in Zürich und in der Schweiz hervorragender Journalismus gemacht», ist Masügers Fazit. Zum Beweis zog er die vier Preisträger dieses Jahres heran, die ein Preisgeld von je 10 000 Franken einheimsten.

In der Kategorie Zeitung ging die Auszeichnung an Gion Mathias Cavelty für einen Beitrag über die Proben zur Oper «Palestrina», der im «Tages-Anzeiger» erschienen war. Der Laudator, Kulturjournalist Marco Meier, lobte Cavelty – und damit auch den Tagi – für den Mut, der unzeitgemässen Oper zwei ganze Seiten für eine Reportage zu widmen. Cavelty habe seine Aufgabe «mit Eleganz, Humor und Präzision» gelöst.

Die harte Recherche wurde gestern von der Pressepreisjury ebenfalls gewürdigt. In der Kategorie Zeitschrift holte sich Daniel Ammann die Auszeichnung für seine sich über sieben Jahre hinziehende Artikelreihe zum komplexen Fall des Bankiers Oskar Holenweger. Ein zweiter Preis in derselben Kategorie ging an Julia Hofer für eine Reportage über orthodoxe Jüdinnen in Zürich. Der Text war in der «Annabelle» erschienen und zeichnet sich laut der Laudatorin Margrit Sprecher durch das «genuine Interesse» aus, mit dem die Autorin auf die ihr fremde Welt zuging.

Den Nachwuchspreis erhielt Joel Bedetti für eine bemerkenswerte Reportage über den ewigen Studenten und Baron Meinrad von Seckendorff. Bedetti widmete dieser Legende der Universität Zürich in der Studierendenzeitung «ZS» ein nahe- und tief gehendes Porträt.

Stiftungspräsident Masüger will dem «wichtigsten Medienpreis der Schweiz» neue Impulse geben, indem künftig auch der Onlinejournalismus preiswürdig werden soll.

Zürcher Journalistenpreise für Daniel Ammann, Julia Hofer, Joel Bedetti und Gion Mathias Cavelty (v. l.). Foto: Sabina Bobst


Neue Zürcher Zeitung

Neugier und Ausdauer

Zürcher Journalistenpreis 2012

flo. Am Mittwochabend hat die Stiftung Zürcher Journalistenpreis im Casinotheater Winterthur die diesjährigen Auszeichnungen verliehen. Den Preis in der Kategorie Zeitung gewann Gion Mathias Cavelty für «Hö - das letzte Opernrätsel» («Tages-Anzeiger»), ein Probenprotokoll zur Zürcher Premiere von Pfitzners «Palestrina». Die Jury lobte den Beitrag als respekt- und humorvollen Blick mitten ins menschliche und technische Tohuwabohu vor der Aufführung. Ein Preis in der Kategorie Zeitschriften ging an Daniel Ammann für seine zwischen 2004 und 2011 erschienene Artikelreihe zum Fall Holenweger («Facts» und «Weltwoche»). Laudator Alain Zucker betonte, dass die Affäre ohne Ammanns Beiträge vielleicht nie publik geworden wäre.

Den zweiten Preis in der Kategorie Zeitschriften erhielt Julia Hofer für eine Reportage zum Eheverständnis orthodoxer Juden in Zürich («Annabelle»). Mit Neugier und Offenheit gelang es ihr, auch heikle religiöse Themen erfrischend vorurteilslos anzugehen. Mit «Der Baron ist mit seinem Latein am Ende» porträtierte Nachwuchs-Preisträger Joel Bedetti in der «Zürcher Studierendenzeitung» einen deutschen Adligen, der nach 90 Semestern sein Studium in Zürich abbrach. Es stecke unendlich viel Trauer in dieser Geschichte über eine verschwindende Epoche, befand die Jury: «Das kann man nicht erfinden - und das ist es, was guten Journalismus ausmacht.»


Der Landbote

Journalistenpreise verliehen

Winterthur. Mit dem diesjährigen Zürcher Journalistenpreis sind vier Autoren ausgezeichnet worden. Gion Mathias Cavelty (Kategorie Zeitung), Daniel Ammann und Julia Hofer (Kategorie Zeitschrift) sowie Joel Bedetti (Kategorie Nachwuchs) erhalten je 10 000 Franken. Feierlich verliehen wurden die Preise gestern Abend im Casinotheater in Winterthur. (sda)


Persoenlich.com

Zürcher Journalistenpreis: Vier Autoren ausgezeichnet
Kategorie Online ab 2013.
 
Mit dem Zürcher Journalistenpreis 2012 sind in diesem Jahr vier Autoren für ihre "herausragenden Arbeiten" ausgezeichnet worden. Gion Mathias Cavelty (Kategorie Zeitung), Daniel Ammann und Julia Hofer (Kategorie Zeitschrift) sowie Joel Bedetti (Kategorie Nachwuchs) erhalten je 10'000 Franken. Verliehen wurden die Zürcher Journalistenpreise am Mittwochabend im Casino Theater in Winterthur. Ausgewählt wurden die prämierten Arbeiten aus 150 Einsendungen, wie die Stiftung Zürcher Journalistenpreis mitteilte. Die Festansprache hielt Tobias Trevisan, Geschäftsführer der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Mit den diesjährigen Preisen werde die Qualität des Medienschaffens und das persönliche Engagement der Journalistinnen und Journalisten in den Mittelpunkt gestellt, heisst es in der Mitteilung.

In Caveltys Text "Hö - das letzte Opernrätsel" im "Tages-Anzeiger" vom 10. Dezember 2011 etwa "ereigne sich in zeitgemässer Aufmachung die Wiedergeburt des Opernberichterstatters alter Schule". Hier mache hohe Kunst Spass, wurde der Ausgezeichnete gewürdigt.

Julia Hofer mache in ihrem Artikel "Unter der Haube" in der "annabelle" vom 29. Juni 2011, was viel zu wenig Medienschaffende täten: Sie erforsche das scheinbar Wohlbekannte und stosse dabei auf weit Exotischeres als manche Weltreisende, heisst es in der Laudatio.

Mit Daniel Ammann werde ein Journalist gewürdigt, der unbeirrbar, unabhängig und gekonnt grobe Missstände bei der Bundesanwaltschaft aufdeckte. Ammann blieb für seine Recherche sieben Jahre lang am "Fall Holenweger" ("Weltwoche" - November 2004 bis April 2011).

Joel Bedetti schliesslich erhielt die Auszeichung gemäss Jury für sein "wunderbares Porträt über den Baron, der 90 Semester lang an der Uni Zürich studiert hatte". Bedettis Text erschien am 25. Februar 2011 in der Zürcher Studierendenzeitung.

Stiftungsratspräsident Andrea Masüger kündigte am Mittwoch anlässlich der Preisverleihung Neuerungen beim Zürcher Journalistenpreis an. So sollen ab 2013 auch Texte die Möglichkeit einer Auszeichung erhalten, die nur online erschienen sind. (sda)

http://www.persoenlich.com/news/show_news.cfm?newsid=102038


Die Weltwoche, Ausgabe 30. Mai 2012 
Intern

Eine erfreuliche Mitteilung in eigener Sache: Daniel Ammann, ehemaliger Wirtschaftschef und Autor der Weltwoche, ist für seine im Facts und vor allem in unserem Blatt erschienenen Recherchen zum sogenannten Fall Holenweger, der eigentlich ein Fall Bundesanwaltschaft ist, mit dem Zürcher Journalistenpreis aus­gezeichnet worden. Wir gratulieren dem ­Kollegen ganz herzlich.
Ihre Weltwoche


NZZ am Sonntag, Ausgabe 27. Mai 2012
Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser
Der Zürcher Journalistenpreis 2012 in der Kategorie Nachwuchs ging an Joel Bedetti, und zwar für den Beitrag «Der Baron ist mit seinem Latein am Ende». Darin porträtiert der 28-jährige Bedetti einen betagten Baron, der seit 90 Semestern an der Universität Zürich studiert. Publiziert wurde dieser lange Text in der «Zürcher Studierendenzeitung». Zurzeit ist Joel Bedetti auf unserer Redaktion als Praktikant tätig, und für uns ist schon seit einiger Zeit klar: Dieser Jungjournalist braucht keine 90 Semester, um in seinem Latein sattelfest zu werden. Wir gratulieren ganz herzlich zu dieser Auszeichnung. Felix E. Müller, Chefredaktor


Klein Report 

Vier Preisträger beim Zürcher Journalistenpreis 2012

Gion Mathias Cavelty, Daniel Ammann, Julia Hofer und Joel Bedetti heissen die Preisträger des Zürcher Journalistenpreises 2012, der am Mittwochabend im Casinotheater Winterthur stattfand. Ausgewählt unter knapp 150 Einsendungen von einer fünfköpfigen Jury unter der Leitung von Fredy Gsteiger, wurde der Preis zum vorerst letzten Mal nach Kategorien vergeben. Diese fallen künftig ganz weg, wie Stiftungsratspräsident Andrea Masüger bekannt gab. Zudem sollen ab 2013 auch Texte berücksichtigt werden, die «nur» online erschienen sind.

In der Kategorie «Zeitung» erhielt Gion Mathias Cavelty den Preis für seine Reportage «Hö - das letzte Opernrätsel» («Tages-Anzeiger», 10. Dezember 2011). In Caveltys Text ereigne sich «in zeitgemässer Aufmachung die Wiedergeburt des Opernberichterstatters alter Schule», urteilte Jurymitglied Marco Meier, «so mache hohe Kunst Spass».

In der Kategorie «Zeitschriften» ging je eine Auszeichnung an Julia Hofer für den Artikel «Unter der Haube» («annabelle», 29. Juni 2011) und an Daniel Ammann für seine Serie zum Fall Holenweger, publiziert in der «Weltwoche» zwischen 2004 und 2011. Einen Nachwuchspreis erhielt Joel Bedetti, der sich mit dem Porträt «Der Baron ist mit seinem Latein am Ende» («Zürcher Studierendenzeitung», 25. Februar 2011) dem Urteil der Jury stellte.

Die Festansprache hielt am Mittwochabend im Casinotheater Tobias Trevisan, Geschäftsführer der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» und ehemaliger Bereichsleiter Zeitungen bei der NZZ.

Durch die Abschaffung der bisherigen Kategorien will die Stiftung Zürcher Journalistenpreis die Juryarbeit flexibler machen. Verliehen werden künftig maximal drei Preise sowie ein Preis für das Gesamtwerk. Die Neuerungen gelten ab 2013.

Mit dem Zürcher Journalistenpreis werden seit 1981 Arbeiten ausgezeichnet, die in den Kantonen Zürich und Schaffhausen publiziert wurden oder von Autoren stammen, die hauptsächlich in den beiden Kantonen arbeiten. Die Auszeichnungen sind mit je 10 000 Franken dotiert.

http://www.kleinreport.ch/news/vier-preistraeger-beim-zuercher-journalistenpreis-2012-70173.html

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